Bürgerbudget Wuppertal - 150.000 Euro für Deine Ideen!

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03. - 24. Mai 2017

Projektideen online oder telefonisch einreichen; online bewerten und kommentieren

25. - 31. Mai

Vorschlage bewerten (Ergebnis: Top 100) Parallel: Kriteriencheck durch die Verwaltung

07. JUNI

Burgerwerksatt ab 18 Uhr
(Ergebnis: Top 30)

14. SEPTEMBER

Ausstellung und Wahlparty

BIS 5. OKTOBER

Abstimmung online

Fahrradgaragen für den Ölberg

Viele Menschen auf dem Ölberg besitzen ein Fahrrad, können es im Alltag kaum nutzen, weil sie es immer die Kellertreppe hoch und runter transportieren müssen. Über fünf dezentrale Fahrradgaragen soll dieses Problem gelöst werden. Sie sollen auf Parkplätzen am Scheitelpunkt Ottenbrucher Straße, in einer Straßen am Schusterplatz, auf dem Parkplatz Schreinerstraße, auf dem Parkplatz Sattlerstraße und an der Schule Hufschmiedstraße. In jeder können 12 -15 Fahrräder untergebracht werden. In jeder Fahrradgarage sollte die Möglichkeit bestehen, E-Bikes aufzuladen. Die Räder sollen in der Fahrradgarage angeschlossen werden. Die Trägerschaft könnte der ADFC übernehmen wie z.B. in Dortmund. dort zahlt man einmalig 150 € und dann 20 €. Von dem Jahresbeitrag kann eine Versicherung und die Instandhaltung bezahlt werden. (Bildnachweis: https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=18502529)

Voraussichtliche Rolle für die Stadt Wuppertal Bereitstellung der Autoparkplätze, Ko-Finanzierung der Erstellung der Garagen, Mitwirkung bei der Ausgestaltung einer Kooperation zwischen Unternehmer*innen für die Nordstadt e.V. und dem ADFC
Geschätzte Umsetzungsdauer und Startschuss Das Projekt könnte sofort mit ersten Gesprächen und Konkretisierungen beginnen
Mehrwert der Idee für Wuppertal Ein Schritt mehr hin zur Fahrradstadt Wuppertal. Fahrradfahren könnte dadurch reizvoller werden, wenn die Fahrräder einfach in Wohnungsnähe untergebracht werden können. Dadurch würden Autofahrten reduziert - weniger CO2, weniger Feinstaub, mehr Gesundheit und Fitness für die Menschen
Eigene Rolle bei der Projektidee Der Verein Unternehmer*innen für die Nordstadt e.V. kann in Kooperation mit dem ADFC noch zu bestimmende Aufgaben übernehmen. Man könnte auch darüber nachdenken, die Einnahmen aus dem Autoparkplatz in der Sattlerstraße, den der Verein betreibt, in das Projekt fließen zu lassen.
Kostenschätzung der Ideeneinreicher/in 8000 € pro Garage = 40.000 €
Kommentar der Verwaltung in Phase 1 Soweit der beantragte Betrag als Zuschuss für das Projekt gesehen wird, ist der Grobcheck bestanden. Soweit die Stadt hier über die Bereitstellung der Parkplatzflächen eine aktive Rolle wahrnehmen sollen, ist die Rolle der Stadt und die Verwendung der Mittel zu konkretisieren.
Erläuterungen zur Detailprüfung durch die Stadt

Die Projektidee hat die Detailprüfung durch die Fachverwaltung bestanden. Die Kosten werden auf 42.000 Euro geschätzt. Ein politischer Auftrag zur Erarbeitung eines Konzeptes unter dem Titel „Neue Wege für den ruhenden Verkehr besonders in dicht besiedelten Gebieten“ am Beispiel Ölberg liegt der Verwaltung vor und wird derzeit bearbeitet. Die Maßnahme „Fahrradgaragen für den Ölberg“ ist in diesem Kontext eine gute Ergänzung und ein innovativer Ansatz, um der aktuellen Problemlage am Ölberg zu begegnen und wird daher verwaltungsseitig unterstützt. Das Thema passt in den laufenden Prüfzyklus des politischen Auftrags und die damit verbundene Push-and-pull-Strategie. Vorstellbar wäre grundsätzlich ein Vorgehen analog zu der Stadt Dortmund (vgl. http://www.vcd-dortmund.de/cms/upload/bilder/Fahrradhauschen/Fahrradh_Brosch.pdf - der ADFC hat diese Aufgabe 2016 vom VCD übernommen). Hier können sich mindestens 10 Personen zusammenschließen und beim ADFC die Aufstellung eines Fahrradhauses/-garage beantragen. Der ADFC tritt dann an die Stadt heran und es wird gemeinsam ein Standort gesucht. Die Nutzer schließen mit dem ADFC einen Vertrag, der die Aufstellung, Kündigung, Kosten und Beziehung der Nutzer regelt. Der ADFC erwirkt bei Aufstellung im öffentlichen Raum einen Gestattungsvertrag mit der Stadt, beschafft die Fahrradgaragen und veranlasst die Aufstellung. Die Finanzierung der Anschaffung/Aufstellung ist hier gewährleistet durch Mittel der jeweils zuständigen Bezirksvertretung und einem Eigenbetrag des Fahrradhalters (momentan 180-200 €). Die laufenden Kosten werden durch einen Jahresbetrag der Fahrradhalter gedeckt. Dieses Dortmunder Modell könnte auch auf Wuppertal übertragen werden, wobei die Kosten für die Anschaffung und Aufstellung der Garagen durch das Bürgerbudget bezahlt werden können. Somit würde der Eigenbetrag des Fahrradhalters entfallen und nur noch ein Jahresbetrag für die laufenden Kosten eingezogen werden. Die Kooperationsbereitschaft des ADFC Wuppertal wurde durch die Stadt Wuppertal erfragt und der ADFC hat Interesse an dem Projekt bekundet. Allerdings schlug der ADFC eine Vorgehensweise wie in Düsseldorf vor (GBR): https://www.adfc-nrw.de/kreisverbaende/kv-duesseldorf/fahrradhaus.html#c28425. Welche Vorgehensweise sinnvoller erscheint müsste bei einer Realisierung der Fahrradgaragen noch einmal besprochen werden. Die Aufstellung von Fahrradhäusern/-garagen ist jedoch nur sinnvoll, wenn sich auch die entsprechende Nutzerzahl für die Fahrradgaragen aktivieren lässt, sonst ist die laufende Finanzierung (die durch die Nutzer getragen werden muss) nicht gesichert. Hier erscheint die Standortwahl ein wichtiges Kriterium. Der Wegfall von Autoparkplätzen ist fraglich, aber eventuell lassen sich auch andere Standorte als die in der Projektidee beschriebenen finden. Weiterhin ist das Design der Häuschen mit der Stadtgestaltung abzustimmen (ggf. können städtebauliche Ansprüche den Preis erhöhen). Die Lage der Garagen sollte auch von verkehrlicher Sicht und technischer Erschließung abhängig gemacht werden. Die vorgeschlagenen Standorte wurden oberflächlich lediglich auf Flächenverfügbarkeit geprüft (Voraussetzung: Fahrradhaus Modell Dortmund, 3 m Durchmesser). Diese ist bei den straßenbegleitenden Standorten unter Wegfall von Parkplätzen (teilweise erheblich) gegeben. Auf den vorgeschlagenen Parkplätzen selbst wurde nicht geprüft inwieweit dort Pachtverträge o.ä. existieren, die der Nutzung für ein Fahrradhaus entgegenstehen. Natürlich ist auch hier der Bau von Fahrradgaragen nur unter Wegfall von Parkplätzen möglich. Über Möglichkeit des Aufstellens eines Häuschens auf Flächen des GMW (Schule) wurde bisher kein Kontakt zum GMW gesucht. Auf dem Parkplatz der Schule müssten auch (Lehrer-)Parkplätze dafür entfallen. Eine Detailprüfung der Standorte aus verkehrlicher Sicht und erschließungstechnisch etc. hat ausdrücklich noch nicht stattgefunden, so dass eventuell alternative Standorte herangezogen werden müssten. Weiterhin sollte aufgrund des Aufwandes und der Kosten auf einen Stromanschluss verzichtet werden. Die Fahrradhäuser in Dortmund und Hamburg haben dies nach den bisherigen vorliegenden Informationen nicht und sind sogar so gestaltet, dass keine externe Beleuchtung/Strom benötigt wird (Dachfenster aus Glas für Lichteinfall tagsüber). Normalerweise lässt sich ein Akku aus dem Rad entfernen und kann zum Laden mitgenommen werden. Kosten pro Fahrradhaus/-garage (jeweils 12 Abstellplätze, beispielhaft wurde hier das Fahrradhaus aus Hamburg angesetzt), geschätzt je nach Modell/Hersteller: ca. 10.000 Euro (http://www.hamburg.de/radverkehr/2940772/fahrradhaeuschen/). Bei 5 Fahrradhäuschen: Kosten für die Stadt Wuppertal => 10.000 Euro x  5 = 50.000 Euro Zusätzlich würden  10 MA-Stunden pro Standort anfallen, da der Abstimmungsaufwand hoch ist: 500 Euro x 5= 2.500 Euro. Insgesamt somit: 52.500 Euro Daher Reduzierung der vorgeschlagenen fünf Fahrradgaragen auf vier Garagen (vgl. Erläuterungen unten): 42.000 Euro.

 

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2017-05-17
Anonymized User
42.000 (Kostenschätzung der Verwaltung)
Themenkategorie
Wohnen Infrastruktur (Verkehr und Nahversorgung) Umwelt Gesundheit
6 Kommentare
36 Likes in Phase 1
135 Stimmen (Phase 3)
Status
Kriteriencheck bestanden
Teil der TOP 100
Gemeinwohl-Check bestanden: Teil der TOP 30
Detailprüfung durch Verwaltung bestanden: Zur finalen Abstimmung freigegeben
Bei der finalen Abstimmung gewonnen
Umsetzung gestartet
Umgesetzt!
Kommentare
5 Kommentare
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Anonymized User

erstellt am 2017-05-17
Registrierungsverfahren bei Bürgerbudget ist viel zu kompliziert. So erreicht man doch keine Leute.

Anonymized User

erstellt am 2017-05-17
Kann ich nur bestätigen. Da war ein Hobby-Programmierer am Werk.

Moderation JV

erstellt am 2017-05-17
Liebe Nutzer, vielen Dank für Ihre Rückmeldung zu unserer Plattform. Wir haben dies weitergeleitet. Wenden Sie sich mit Feedback zur Nutzbarkeit der Plattform bitte an buergerbeteiligung@stadt.wuppertal.de. Gemäß unserer Dialogregel Nr 3. (https://wuppertal.empatia-project.eu/page/subPages/dialogueRules) möchten wir Sie darauf hinweisen in den Kommentaren zu Projektideen auf themenfremde Beiträge zu verzichten. Herzlichen Dank, Johanna (Moderationsteam Bürgerbudget Wuppertal)

Anonymized User

bearbeitet am 2017-05-17 15:32:54
Klasse Idee. Senkt den "Fahrtantrittswiderstand" (=die Mühe, das Rad aus dem Keller zu wuchten...) doch ganz enorm! Warum die Radfahrer, die mit ihrer Mobilität - im Gegensatz zu Autofahrern - der Gemeinschaft mehr nützen als kosten, diese Parkplätze, die bis dato für Autofahrer im öffentlichen Raum genau so kostenlos wie selbstverständlich sind, bezahlen sollen, erschließt sich mir nicht. In der Vergangenheit durfte jeder Autofahrer einfach kostenfrei vor seiner Haustür im öffentlichen Raum - gern auf dem Gehweg! - parken. Deshalb: Autoparkplätze zu Fahrradgaragen - und zwar für den Nutzer kostenlos! Belege - auch für die Argumente des "Vorschlägers": http://www.umweltbundesamt.de/themen/verkehr-laerm/nachhaltige-mobilitaet/radverkehr

Anonymized User

erstellt am 2017-05-24
Sollte man auf das gesamte Stadtgebiet ausweiten, schließlich ist das Problem mit der Unterbringung von Fahrrädern nicht auf den Ölberg beschränkt.